Willkommen beim
Förderverein für internationale Begegnungen
Papenburg / D - Rochefort / F

 Unser Verein

Deutsch-französische Städtepartnerschaft - seit rund 40 Jahren

Am 15. Oktober 1988 wurde im französischen Rochefort an der Atlantikküste die Partnerschaft mit der Stadt Papenburg urkundlich vollzogen. Am 10. September des gleichen Jahres wurde die Urkunde zur Städtepartnerschaft im Papenburger Rathaus unterschrieben. 
Heute hat der Förderverein für internationale Begegnungen mehr als 90 Mitglieder und ist ein wichtiger Partner für die Schulen, die Verwaltung und andere Institutionen in Fragen des Austausches und der europäischen Zusammenarbeit.

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 Aktiv teilnehmen an internationalen Bürgerbegegnungen

Im jährlichen Wechsel begegnen sich Delegationen mal in der einen, mal in der anderen Gemeinde. In ungeraden Jahren finden die Treffen in Papenburg, in geraden Jahren in Rochefort statt. Mit dabei sind Jung und Alt. Auf dem Programm stehen Ausflüge und Besichtigungen zu Kultur, Geschichte, Sport, Musik etc.
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Der Förderverein für internationale Begegnungen e.V. lebt von seinen vielen engagierten Mitgliedern. Mehr als 90 Menschen aus Papenburg und der Umgebung setzen sich mit viel Herzblut für die deutsch-französische Freundschaft und die Völkerverständigung ein. Unterstützen auch Sie uns und werden Sie Mitglied!

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Termine, Veranstaltungen, Vereinsfahrten

40 Jahre Förderverein für internationale Begegnungen Papenburg

Interview mit Christel Kreikenbaum und Heinz Rolfes

 

Im Sommer 2026 feiert der Förderverein für internationale Begegnungen Papenburg sein 40-jähriges Bestehen. Genauer gesagt: Am Sonntag, 23. August. Dann wird gegrillt und zwischen Würstchen und Kotelett sicher die ein oder andere Anekdote aus der fast 40-jährigen Partnerschaft mit der französischen Stadt Rochefort erzählt und herzlich darüber gelacht. Vorab geben die langjährige Vorsitzende und jetzige Ehrenvorsitzende Christel Kreikenbaum (76) sowie das Gründungs- und jetzige Ehrenmitglied Heinz Rolfes (74) Auskunft über Geschichte und aktuelle Situation ihres Vereins.

 

Frage:

Herr Rolfes, Sie sind Gründungsmitglied des Fördervereins. Wie entstand denn die Idee einen Förderverein zu gründen, der vor allem auf eine partnerschaftliche Verbindung mit einer französischen Stadt abzielte?

 

Rolfes:

Die entscheidende Initiative ging von dem Lehrerehepaar Christine und Manfred Koch aus. Sie unterrichteten beide am Gymnasium Papenburg und hatten schon vor 1986 Kontakt geknüpft zu einer Schule in Rochefort, mit der sie Schüleraustausche durchführten. Dazu muss man wissen, dass nach Kriegsende und in der Zeit danach überall in Deutschland und in Frankreich deutsch-französische Gesellschaften oder sogenannte Partnerschaftskomitees gegründet wurden, mit denen sich die beiden Staaten auf der Ebene des „einfachen Bürgers“ annähern sollten. Das Knüpfen von deutsch-französischen Kontakten bis hin zur Besiegelung von Städtepartnerschaften waren sozusagen gerade in Mode. Insofern traf die Idee der Eheleute Koch auch in Papenburg auf offene, interessierte Ohren. Der damalige Papenburger Stadtdirektor Dr. Schenk und der Hauptamtsleiter Dieter Olliges setzten die Idee auf Stadtebene dann um – allerdings schien die Gründung eines Vereins zu diesem Zweck unabdingbar. Der Förderverein war geboren. Im Sommer 1986 wurde ein erster offizieller Besuch in Rochefort organisiert. Monika Igl war die erste Vorsitzende, ich war der Kassenwart. Das war meine erste Funktion von etlichen anderen im Vorstand.

Kreikenbaum:

Im Laufe der Zeit nahmen nicht nur Bürgermeister, Kommunalpolitiker und Mitglieder des Fördervereins an den gegenseitigen Besuchen teil, sondern ganz „normale“ Bürger und vor allem verschiedene Gruppen und Vereine wie Kirchenchöre, Schützen- und Sportvereine, Kolping Sankt Michael, das Realschulorchester Aschendorf, eine Polizeigruppe und so weiter. Der Förderverein hatte sich neben der Pflege der Städtepartnerschaft mit Rochefort aber vor allem auch die Unterstützung der Schulaustausche auf die Fahne geschrieben. Dies ist bis heute so geblieben. Mit der Zeit gingen zwar die schulischen Kontakte der Gymnasien zurück, dafür kamen andere Kontakte neu hinzu, zum Beispiel mit der Michaelschule. Auch wurden regelmäßig junge Menschen unterstützt, die in der jeweils anderen Stadt ein Praktikum ableisten wollten.

 

Frage:

Frau Kreikenbaum, als langjährige Vorsitzende haben Sie die Geschicke des Fördervereins gestaltet und aus nächster Nähe verfolgt. Haben sich der Förderverein und seine Mitglieder im Laufe der Jahrzehnte gewandelt?

 

Kreikenbaum:

Nun, die Einstellung zu und die Machbarkeit von Reisen haben sich generell komplett verändert. Was damals noch eine seltene Gelegenheit war mit fast schon exotischer Anmutung, eine Fahrt eine Woche lang mit dem Bus ins 1200 Kilometer entfernte Städtchen am Atlantik mit anderer Sprache, anderer Kultur und anderer Küche, ist heute eine Normalität für fast alle Menschen geworden. Aber wir sehen auch, die eigentliche „Bürgerbegegnung“, wie es im modernen EU-Deutsch heißt, ist nach wie vor etwas ganz Besonderes. Der direkte Kontakt von Mensch zu Mensch, von Familie zu Familie, ist etwas, dass keine touristische Pauschalreise bieten kann. In vielen Fällen haben sich Freundschaften zwischen Familien oder auch Einzelpersonen entwickelt, die sich jahrzehntelang hielten und immer noch halten, diese erstrecken sich gelegentlich sogar über mehrere Generationen. Und wir stellen auch mit Freude fest, dass auf der Ebene der beiden Stadtverwaltungen das Interesse an unserer Städtepartnerschaft ungebrochen ist.

Rolfes:

Ich möchte noch ein bisschen weiter ausholen. Die deutsch-französischen Städtepartnerschaften, die nach dem Zweiten Weltkrieg auf Initiative von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle begründet wurden, trugen und tragen immer noch maßgeblich zur Aussöhnung und Einigung zwischen unseren beiden Ländern und der ganzen EU bei. Das hat sich nicht geändert. Europäische Einigkeit ist wichtiger denn je. Und wir können unseren eigenen kleinen Beitrag hier vor Ort dazu leisten.

 

Frage:

Welche Herausforderungen muss der Förderverein in Zukunft meistern?

 

Kreikenbaum:

Ich sag’s mal kurz: Wir freuen uns über neue Mitglieder, die Lust auf besondere Reiseerlebnisse haben, die Frankreich mögen und die seine Menschen von ihrer persönlichen Seite erleben wollen. Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich. Eine gute Gelegenheit, Rochefort einmal kennenzulernen, bietet sich vom 12. bis 18. Oktober. Noch sind einige Plätze frei bei unserer diesjährigen Fahrt in die Partnerstadt.

www.papenburg-rochefort.de

 

Das Gespräch führte Barbara Comtois.

Bürgerbegegnung in Rochefort 12. -18.10.26

"Aziyadee und Winnetou: Abenteuer und Exotik in den Werken von Pierre Loti und Karl May"


Der Förderverein für internationale Begegnungen Papenburg freut sich, auch in diesem Jahr wieder zu einer Fahrt in die Partnerstadt Rochefort einzuladen. Seit 40 Jahren besteht der Förderverein – und ist lebendig wie immer. Die französischen Freunde haben sich ein spannendes Programm mit interessanten Ausflügen einfallen lassen. Das Thema kreist in diesem Jahr um den berühmten Abenteuer-Schriftsteller Pierre Loti, der in Rochefort geboren wurde und dort lange in einem opulent eingerichteten, märchenhaft orientalisch anmutenden Haus gelebt hat. Bei den beiden Zwischenübernachtungen sind wir zu Gast im royalen Versailles (Hinfahrt) und im mondänen Seebad Deauville (Rückfahrt). 


Proramm:

12.10.: Abfahrt um 6 Uhr ab Marktplatz Papenburg, Fahrt nach Versailles

             Übernachtung im Hotel unweit des Schlosses von Versailles

             Nach dem Abendessen Möglichkeit zu einem kleinen Spaziergang               durch die historische Altstadt (Place du Marché, Schlossplatz etc.)

13.10.: Weiterfahrt in Richtung Rochefort

  Zwischenstopp am Schloss Chambord

             Nach Ankunft Empfang und Verteilung in die Familien bzw. Hotel

14.10.: Fahrt auf die Ile d'Oléron, Besuch des Inseldorfes St. Pierre

15.10.: Besuch des Wochenmarktes in Rochefort und Besichtigung des                   neueröffneten Hauses/Museums von Pierre Loti

             Mittagessen, nachmittags Boule-Spiel oder anderes

             18 Uhr Vortrag zu Pierre Loti

16.10.: Tag zur freien Verfügung

             19 Uhr Abschlussabend mit festlichem Diner

17.10.:  7 Uhr Abreise aus Rochefort, Fahrt nach Deauville

              Abendessen und Übernachtung im Hotel am Yachthafen

              Möglichkeit zu einem kleinen Spaziergang durch das mondäne                    Seebad und zum Strand.

18.10.: Nach einer kurzen Stadtrundfahrt Rückfahrt nach Papenburg

             Ankunft gegen 18 Uhr         


Die Mitglieder erhalten die Reiseausschreibung per Email. Anmeldeschluss ist der 15. Juni 2026.

Hervé Blanché klarer Sieger


Er machts noch einmal! Bei den französischen Kommunalwahlen am dritten März-Sonntag, bei denen landesweit Bürgermeister und Gemeindeparlamente gewählt wurden, hat sich in Papenburgs Partnerstadt Rochefort der bisherige Bürgermeister Hervé Blanché deutlich durchgesetzt. Mit 63,04 Prozent der Stimmen konnte er die Wahl bereits im ersten Durchgang für sich und seine „Liste“ an Stadtverordneten entscheiden, eine Stichwahl am kommenden Sonntag ist daher unnötig. Eine gewisse Routine im Siegen hat er ja schon: 2014 erstmals als Bürgermeisterkandidat angetreten, beginnt er nun seine dritte Amtszeit. Tatsächlich gewannen er und sein Team, die unter dem Namen „Continuons Ensemble“ eine Art freier Wählergemeinschaft bilden, im Vergleich zu den beiden zurückliegenden Wahlen noch weitere Stimmen dazu. Im neuen Stadtrat von Rochefort sind nun 30 von 35 Sitzen mit Vertretern seiner Interessengemeinschaft besetzt. Befürchtungen hegt Hervé Blanché aufgrund der aktuellen Lage dennoch: „Ich hoffe sehr, dass die geopolitische Situation nicht allzu große Auswirkungen auf unser Budget hat und uns nicht von unseren eigentlichen Zielen abbringt“. Der Förderverein für internationale Begegnungen Papenburg freut sich sehr über die Kontinuität an der Spitze der Partnerstadt und gratuliert ganz herzlich.

Gertrud Kleinhaus zum Ehrenmitglied ernannt


„Ohne Moos nix los“, dieser Grundsatz gilt immer – und insbesondere für Vereine, die mit begrenzten Beiträgen und Zuschüssen bestmöglich haushalten müssen. 18 Jahre lang hat sich Gertrud Kleinhaus als Kassenwartin in diesem Sinne für den Förderverein für internationale Begegnungen Papenburg eingesetzt, der die Städtepartnerschaft zwischen Papenburg und dem französischen Rochefort pflegt. Bei der Mitgliederversammlung 2025 hat Gertrud Kleinhaus nicht wieder kandidiert. Ihre absolute Korrektheit, Sorgfalt und Verlässlichkeit haben dem Verein eine solide, makellose Finanzbasis beschert, auf die Mitglieder und Externe immer zählen konnten. Ihr langjähriges Engagement wurde nun beim Jahreseinklangessen am 23. Januar 2026 im Hotel-Restaurant Hilling mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft des Fördervereins gewürdigt.